Familie Söding

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Quelle des Bildes: Von Walter K.B.Holz aus dem Buch : Ein Jahrtausend Raum Hagen 

 

Familienwappen V. Sodingen 

Während die bisher geschilderten Familien zugewandert waren,steht die Wiege der Södings in Hagen, und zwar war die Geburtsstätte das sogenannte "Große Gevelsberger Stiftsgut", später "Södings Gut" genannt, Ecke Wehringhauser Strasse 65 und Minervastrasse.

Das Gebäunde wurde 1875 niedergelegt.

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Hier waltete der Ahnherr der Södings, Johann von Sodingen von 1543 - 1558, seines Amtes als Richter von Hagen.

Er oder sein Enkel wurden mit dem Gute belehnt von der Abtissin des Freyen und hochadlichen Stiftes Gevelsberg, welche die Lehnsherrin war.

Die Nachkommen führten den Adel nicht weiter.

Das veranlaßte Mitte des vorigen Jahrhunderts den Landrat von Vincke dazu, an die in dem alten Steinhause wohnende Familie die Aufforderung ergehen zu lassen, ihren alten Adel wieder anzunehmen - was mit erheblichen Kosten verbunden war - oder die Abzeichen desselben, die Stufen des Dachgiebels, abzubrechen.

Sie entschloß sich zu dem Letzteren. 

Die Södings verbreiteten und verzweigten sich außerhalb und innerhalb Hagens, bauten talauf- und abwärts Hämmer und bewährten sich als Hammerschmiede.

Im erfolgreichsten entwickelte sich das von Johann Caspar Söding 1783 im Widey gegründete Unternehmen, das heute noch unter der Firma J.C. Söding & Halbach besteht.

Es wurde zuerst Roh- und Raffenierstahl hergestellt und J.C.Söding stand 1800 mit an der Spitze der märkischen Rohstahlfabrikanten.

Johann Caspar Söding heiratete Anna Elisabeth Flues. Für sie und seine neun Kinder baute er 1801 ein repräsentatives Wohnhaus an der "Chaussee" der heutigen Körnerstrasse 60, ,das heute noch steht und von seinem Urenkel bewohnt wird.

 Er starb sehr früh, sein ältester Sohn, Johann Caspar II, musste daher neben dem Betrieb, für die Mutter und sechs noch unmündige Geschwister sorgen.

Erst nachdem sein Bruder Carl Friedrich die kaufmännische Lehre in Iserlohn absolviert hatte, für die Johann Caspar wie für alle Brüder Lehrgeld an die Lehrherren hatte zahlen müssen, trat dieser auch in die Firma ein.

1824 stand das Werk der Brüder an der Spitze der Hagener Stahlfabrikanten.

Nachdem auch der ältere 1843 gestorben war, ging der Betrieb an den jüngeren Carl Friedrich unter der Firma Friedrich Söding & Co.

Der technische Fortschritt und die englische Konkurrenz erforderten neue Produkte und neue Produktionsweisen.

Man nahm neben der Stahlfabrikation die Herstellung von Ambossen und das Ausschmieden von Gußstahl auf.

Mit der Herstellung von Ambossen hatte Carl Friedrich Erfolg und konnte so Umsatzrückstände bei anderen Artikel ausgleichen.

1860 vereinigte man sich mit dem Hammerwerk C. Gustav Halbach in Haspe, das Werk heißt seitdem Söding & Halbach .

Die Söhne Carl Friedrichs, Ernst und Otto, die Teilhaber seit 1867, verbanden sich mit der Gußstahlfabrik Erkenzweig & Schwemann.

Die Söhne der letztgenannten Leiter führen jetzt das Geschäft.

Die Firma wurde von der Familie fortgeführt und nach den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut.

Doch 1979 musste sie wie viele traditionelle Familienbetriebe ihre Tore schließen.

Quelle des Textes: Von Dr. Auguste Elbers aus dem Buch der Stadt Hagen von 1928, sowie von Liselotte Funcke aus dem Buch : Hagener Straßen erzählen Geschichte(n)

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Mit diesen Plaketten wurden zB. die Ambosse versehen

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Herkunft/Rechte: LWL-Freilichtmuseum Hagen