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Johann Friedrich Möller

06.Dezember 1750 bis

02. Dezember 1807

Der am 6. Dezember 1750 in Elsey in der Grafschaft Limburg geborene Stiftsprediger Johann Friedrich Möller war um 1800 zweifellos eine der herausragenden Persönlichkeiten in der Region.

Zusammen mit Nikolaus Kindlinger zählt er zu den ersten systematisch arbeitenden Landeshistorikern in Westfalen. Gleichzeitig bemühte er sich um die Erforschung und Deutung von archäologischen Funden, um erstmalig auch Vorgaben für einen Bodendenkmalschutz zu entwickeln.

Als der „Pfarrer von Elsey“ erlebt er eine bis in die Gegenwart reichende lokale und überregionale Rezeption, die vielfältige Aspekte und differenzierte Deutungsmuster umfasst.

Bis heute erinnern zwei Gedenkorte an den am 2. Dezember 1807 in seinem Geburtshaus im ‚Wiedemhof’ verstorbenen Theologen:

Das bereits im Mai 1814 auf dem „Klippchen“, einem steilen Kalkfelsen hoch über dem Lennetal, eingeweihte Denkmal sowie das zwei Jahre später an der Elseyer Kirche angebrachte Epitaph, das aber auch an seinen Vater, den früheren Stiftsprediger Johann Heinrich Friedrich Möller (*1716, †1805) erinnert.

Zwischen dem Wirtschafts- und Bildungsbürgertum in der Region bestanden enge familiäre Verbindungen, die im heutigen Sprachgebrauch als ‚Netzwerke’ bezeichnet werden können.

Möller gehörte dem Familienkreis Harkort an: Seine Mutter Anna Gertrud (*1714, †1790) war eine Tochter des Unternehmers Johann Caspar II. Harkort.

Als Sprecher des märkischen Bürgertums richtete Möller 1806 zwei Briefe, die auch veröffentlicht wurden, an den preußischen König Friedrich Wilhelm III.

Darin wandte er sich gegen eine Abtretung der Grafschaft Mark an Napoleon Bonaparte.
 

Quelle: Ralf Blank Stadtmuseum Hagen